Fachforum Frühkindliche Bildung/ Handlungsfeld I: BNE in den Bildungsplänen verankern

Erstes Ziel

Ein Wertekern, in dem die Bedeutung von Bildung für nachhaltige Entwicklung auf der Grundlage eines ganzheitlichen Bildungsverständnisses dargelegt wird, liegt vor (2019) und soll als Inhalt in den einführenden Kapiteln der Bildungspläne hinterlegt werden.

Maßnahmenvorschläge (17)

Susanne Weisbach

15.03.2017 18:19

Wertekern/ Fokussierung auf "rECOnnection", zu deutsch: die Verbindung (zur "eigenen" Natur+Umgebung) wieder herstellen ...im ganzheitlichen Sinne und langfristig betrachtet, ist bereits eine frühkindliche Basiswissensvermittlung erfahrungsgemäß zur Förderung nachhaltiger Gestaltungs-/ Entfaltungs- und Wirtschaftsräume, individueller Potenzialentfaltung und den daraus resultierenden Ergebnissen/ bedarfsorientierten Lösungsfindungsprozessen (angefangen bei der Grundlagenvermittlung zur Entwicklung haptischer Intelligenz, kommunikativer Kompetenz und ganzheitlichem Verständnis etc. zum friedlichen Umgang und Leben miteinander) äußerst dienlich. Umsetzbar als (altersunabhängiges) Basis-Coaching(Einzel+Gruppen), Fachvortrags- und Workshopreihen, CoWorking, Net(t)Working, ergänzendes, alternatives Förder-, Bildungs-, Weiterbildungs- und SozioKulturprogramm für Bildungsträgerangebote und -einrichtungen, fördert und erleichtert es darüber hinaus die Zusammenarbeit sowie Zusammengehörigkeitsgefühl von Kommunen, Städten und Gemeinden, Bund und Ländern.

Ute Stoltenberg

15.03.2017 13:40

In der ExpertInnengruppe zur Formulierung des "Wertekerns" sollten die Erfahrungen aus Modellprojekten zu Bildung für eine nachhaltige Entwicklung im Elementarbereich präsent sein. Einbezogen werden sollten dabei auch die Träger von Kitas, wobei sich die Formulierung eines Wertekerns nicht an weltanschaulichen Positionen, sondern an den in der Weltgemeinschaft bereits formuliertem Wertebündel Menschenwürde/Menschen-(Kinder-)Rechte/ Gerechtigkeit/ Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und Lebensprozesse (wie bspw. in der Erdcharta konkretisiert) orientieren sollte.

Dr. Christiane Richard-Elsner

15.03.2017 09:51

Ein Zugang für ein nachhaltiges Interesse am Erhalt der natürlichen Mitwelt sind eigenständige, emotional prägende Naturerfahrungen. Vielen Kindern fehlen selbst einfachste Erfahrungen im Umgang mit der Natur, selbständige Begegnungen mit Tieren, Pflanzen, Erde und Wasser in ihrer natürlichen Umgebung. Eigenständiges, unangeleitetes Spiel und Bewegung in der Natur sollte verpflichtender Bestandteil der frühkindlichen Bildung sein. Dazu gibt es ja schon viele gute Beispiele: Naturnahe Gestaltung der Außenflächen der Einrichtung, Waldtage, Naturerfahrungsräume, Nutzung der Grünflächen in der Umgebung der Einrichtung, ... Bisher ist der Zugang zur Natur für ein Kind dem Zufall überlassen. Er abhängig von der Einstellung der Eltern und dem Programm der Einrichtung.

Karl-Heinz Göbel

15.03.2017 15:22

Originale Begegnungen und Primärerfahrungen in der belebten Umwelt (Lernorte Natur und Wald) sind in ihrer Wirkung hinsichtlich der angestrebten "BNE-Kompetenzen" im Grunde nicht ersetzbar und sollten daher als Auftrag für alle Träger in Form von Richtlinien oder notfalls als gesetzlicher Auftrag verankert werden. Wenn diese Lernorte nur mit unverhältnismäßig hohem Aufwand erreichbar sind, müssten Ersatzlösungen greifen wie z. B. kleinflächige gestaltete Biotope im Außengelände, Terrarien o. ä.

Julian Plieninger

12.03.2017 09:40

Bildung für nachhaltige Entwicklung sollte in die Basisstandards der Träger von Kitas aller Art aufgenommen werden, um eine Diskussion und Umsetzung auf breiter Basis beim pädagogischen Personal anzustoßen. Wenn Kommunen sich wie beispielsweise München als Dekade Stadt für BNE auszeichnen lassen, warum ist BNE dann nicht in Basisstandards verankert und immer noch vom Engagement einzelner abhängig. Dasselbe gilt für die Ausbildungspläne!

Jane Krüger

28.02.2017 11:54

Jede Kita und Schule sollte einen Garten haben, den die Kinder gemeinsam bewirtschaften, denn die Natur selbst vermittelt schon die meisten Grundlagen des Lebens. Pflanzen brauchen Zeit zum wachsen, man kann sie nicht beschleunigen. Sie benötigen langfristige Pflege und Rücksichtnahme (z. B. nicht zertreten), damit sie gedeihen können. Am Ende gibts es die Belohnung - die Ernte. Forschen und entdecken und noch vieles mehr kann durch einen Garten vermittelt werden.

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Ingrid Nolting

13.03.2017 09:08

Wichtig ist auch der Gedanke, dass sich Kitas und Schulen zusammenschließen können und gemeinsam z.B. einen Garten anlegen und nutzen, bzw. Projekte gestalten können. Dadurch wird auch bewußt gemacht, dass eine Bildung für nachhaltige Entwicklung mehr Partizipation der verschiedenen Einrichtungen miteinander braucht, um letztendlich mehr möglich zu machen- weg von dem Gedanken, dass wieder jeder sein eigenes "Süppchen" kocht, jeder einen "eigenen" Raum braucht, etc.

Fachforum Frühkindliche Bildung

15.02.2017 11:15

b) Um eine Berücksichtigung des Wertekerns sicherzustellen und diesen bekannt zu machen, wird dieser in relevanten Gremien vorgestellt und beraten. Zu den Gremien gehören beispielsweise die Bund-Länder Arbeitsgruppe Frühe Bildung, die offene länderübergreifende Arbeitsgruppe der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte, die einschlägigen Ausschüsse und Arbeitsgruppen der BAGFW und der AGJ sowie die Bildungsplankommissionen.

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Hans-Martin Kochanek

08.03.2017 17:05

Dies sind erste sinnvolle Schritte. Damit dieser Prozess nicht zu lange dauert, sind paralelle Arbeitsschritte und ein sehr kurzfristiger Zeitplan sehr wichtig.

Fachforum Frühkindliche Bildung

15.02.2017 11:15

a) Eine Expertinnen- und Expertengruppe wird in Abstimmung mit dem Fachforum „Frühkindliche Bildung“ beauftragt, auf der Basis vorliegender Materialien und Konzepte einen Wertekern-Entwurf zu entwickeln. Der Wertekern soll darlegen, welches Grundverständnis und welche Bedeutung, Ziele und erforderlichen Kompetenzen sich mit dem Thema verbinden lassen.

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Frank Wichert

10.03.2017 17:02

In dieser Gruppe ist die Umweltethik personell vertreten, um sicherzustellen, dass diejenigen Werte die Grundlage menschlichen Handelns in Bezug auf den Umgang mit der Natur sind, hinreichend Berücksichtigung finden.