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Beteiligen Sie sich an dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung!

Wie lässt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung in allen Lernbereichen verankern? Expert*innen aus Bildung, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben im vergangenen Jahr auf Initiative des BMBF gemeinsam überlegt, wie BNE zum festen Bestand unserer Bildungslandschaften wird. Für alle Lernbereiche, von der Kita über die Schule bis hin zur Erwachsenenbildung, haben Expert*innen dazu Vorschläge erarbeitet: zum einen dazu, welche Kernthemen als erstes angegangen werden sollten (die so genannten Handlungsfelder), zum anderen dazu, was konkret verändert oder weiter verbessert werden kann (die so genannten Ziele).
Zu diesen Zielen werden nun Maßnahmenvorschläge gesucht. Bis Sommer wird daraus ein Nationaler Aktionsplan entstehen – und Sie sind eingeladen, ihn mitzugestalten.
Eine Gesamtübersicht der Handlungsfelder und Ziele finden sie hier

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Kapitelübersicht

Handlungsfeld III: Stärkung und Anerkennung von Change Agents und Multiplikator/innen

Laut SDG 4.7 soll bis 2030 sichergestellt werden, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben. Um dieses Ziel zu erreichen, braucht es eine Stärkung und Anerkennung von Change Agents und Multiplikator*innen. Change Agents sind Personen, die sich am Leitbild nachhaltiger Entwicklung orientieren, als Promotor*Innen sozialer Innovationen auftreten, neue Anreize schaffen und anderen Impulse für die Transformation hin zu einer nachhaltigen Entwicklung geben. Multiplikator/innen sind Personen, die die Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, um sie anschließend an Lehrende und Lernende weiterzuvermitteln. Das Feld der Change Agents und Multiplikator*innen der BNE der non-formalen und informellen Bildung ist sehr heterogen. Bildungsreferent*innen aus Verbänden und Vereinen gehören genauso dazu wie freiberufliche Kräfte, die Bildungsprojekte initiieren, Studierendeninitiativen, die ihre Hochschulen und Kommunen verändern oder junge Menschen, die ehrenamtlich Jugendgruppen anleiten. Transformation funktioniert nicht ohne sie. Um sie in ihrer Arbeit zu stärken und zu fördern, sowie kontinuierlich neue Engagierte zu gewinnen, braucht es Anerkennung, Qualifizierung und Wertschätzung sowie Anreiz- und Finanzierungsstrukturen. Bis Ende 2030 sollen kontinuierlich und dauerhaft freiwillig Engagierte sowie Freiberufler und Angestellte gewonnen werden, die mit Ihren Programmen und Projekten als Change Agents und Multiplikator*innen zur Umsetzung des SDG 4.7. beitragen. Hierfür sind bis Ende 2030 Strukturen zur Qualifizierung und Wertschätzung etabliert.

Fachforum Non-formales und informelles Lernen/ Jugend/ Handlungsfeld III: Stärkung und Anerkennung von Change Agents und Multiplikator/innen

Erstes Ziel (13 Maßnahmenvorschläge)

Bis 2019 sind für die Umsetzung des SDG 4.7 geeignete bundes- und landesweite Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramme von den zivilgesellschaftlichen Akteuren der non-formalen, informellen Bildung (Umweltverbände, Jugendverbände, nachhaltigkeitsbezogene Netzwerke etc.) identifiziert und mit Hilfe der UNESCO sichtbar gemacht. Bis 2030 sind die Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramme weiterentwickelt und verstetigt. Alle Länder prüfen, inwieweit BNE-...

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Zweites Ziel (4 Maßnahmenvorschläge)

Bis 2030 werden durch die Weiterentwicklung bundes- und landesweiter Programme wie z.B. des Bundesfreiwilligendienstes oder der JULEICA-Fortbildungen kontinuierlich insbesondere junge, engagierte Menschen, die z.B. ehrenamtlich Jugendgruppen leiten oder in Studierendeninitiativen maßgeblich ihre Hochschulen und Kommunen transformieren, von zivilgesellschaftlichen Akteuren der non-formalen, informellen Bildung als Change Agents und Multiplikator/innen der BNE gewonnen und gestärk...

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Drittes Ziel (3 Maßnahmenvorschläge)

Für Multiplikator/innen und Change Agents der non-formalen und informellen BNE sind bis Ende 2019 von der Deutschen UNESCO-Kommission und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung in Abstimmung mit den zivilgesellschaftlichen Akteuren der non-formalen und informellen Bildung Auszeichnungs- und Zertifizierungskonzepte für eine umfassende Anerkennungs- und Wertschätzungskultur entwickelt und bis 2030 implementiert.

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Viertes Ziel (4 Maßnahmenvorschläge)

Bis Ende 2019 werden Gespräche für tragfähige Finanzierungsmodelle und -instrumente sowohl für die Entwicklung und Verbreitung geeigneter Aus-, Fort- und Weiterbildungsprogramme als auch für die Arbeit der Multiplikator/innen mit den zuständigen Stellen begonnen.
 

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